Hallo Ihr Lieben,

in diesem Beitrag beschreibe ich wie ich die komplette Garderobe meiner Familie aussortiert, stehend gefaltet und so platzsparend und übersichtlich aufbewahrt habe.

Mein Schrank

Ich habe vor einiger Zeit das Konzept der Capsule Wardrobe entdeckt. Dabei geht es darum, dass die komplette Garderobe für eine Saison aus wenigen, farblich zueinanderpassenden Lieblingsteilen bestehen soll. Die Vorteile sollen u. a. sein:

  • Insgesamt weniger Klamotten im Schrank
  • Keine Schrankleichen mehr
  • Alles passt zusammen
  • Weniger Fehlkäufe

Da ich selbst öfters vor meinem Kleiderschrank verzweifle, fand ich das Thema superinteressant. Ich habe auch angefangen eine Capsule Wardrobe für diesen Herbst zusammen zustellen und zu diesem Zweck die App Stylebook getestet. Auf dieses Thema werde ich in einem weiteren Beitrag noch eingehen.

Doch gleichzeitig musste ich einsehen, dass dieses Projekt es erfordert, dass ich erstens meinen Kleiderschrank ausmiste und zweitens Ordnung und Übersichtlichkeit in meine Kleideraufbewahrung bringe. Dabei stieß ich auf das Buch „Magic Cleaning“ von Marie Kondo. Sie beschreibt darin zum einen, dass man alle Kleidungsstücke (nach Kategorien unterteilt) auf einen Haufen legen soll und dann soll man jedes einzelne Teil in die Hand nehmen, um zu entscheiden, ob es einen glücklich macht oder nicht. Und dies sei das einzige Auswahlkriterium. Klang für mich erst mal nach Pseudo-New Age-Blödsinn. Es hat aber durchaus geholfen zu hinterfragen, ob mir besagtes Teil auch wirklich gefällt oder ob ich es nur gekauft habe, weil es z.B. im Sale sehr günstig war. Natürlich habe ich nicht die einzige funktionale Regenjacke die ich besitze weggeschmissen, weil sie mich nicht auf Wolke 7 katapultiert oder so, aber am Ende blieben zu 90% nur Kleidungsstücke übrig, die ich wirklich mag und in denen ich mich wohlfühle.

Zum anderen beschreibt Marie Kondo eine, wie ich finde, geniale Methode Kleidung ordentlich und übersichtlich aufzubewahren. Sie meint, man soll möglichst wenig Kleidung auf Kleiderbügel aufhängen, da dies unnötig Platz verschwende. Besser sei es Shirts, Pullover, Hosen etc. gefaltet zu lagern. Aber nicht einfach liegend falten und aufeinanderstapeln sondern die Kleidung stehend falten und hintereinander aufbewahren. Klingt erst mal total abgedreht, ist aber wirklich hilfreich. Bevor ich Euch jetzt lange beschreibe, wie diese Falttechnik funktioniert, empfehle ich Euch lieber diese YouTube-Videos, denn hier wird die Technik gut demonstriert. Ein Video beschäftigt sich mit dem falten von Ober- und das andere mit dem von Unterteilen.

Nun stellt Ihr Euch sicher ähnliche Fragen wie ich als ich anfing mich damit zu beschäftigen.

  • Dauert das nicht viel zu lange?
  • Sieht das nicht zwei Tage ordentlich aus und dann kehrt das Chaos wieder zurück?
  • Lohnt sich die Arbeit wirklich?

Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich ganz klar sagen: „Ja, es lohnt sich!“ Ich habe in den letzten zwei Wochen (Zeitmanagement mit drei Kindern eben) meine Kleidung so aussortiert und gefaltet. Blöderweise habe ich vergessen Vorher-Fotos zu machen, daher könnt Ihr jetzt leider nur das Endergebnis sehen.

 

Mein Schrank
Meine Schublade für Tshirts und Tops
Meine Hosenschublade
Meine Kleiderstange

 

Meine Accessoireschublade
Meine Sportklamotten
Strümpfe, Strumpfhosen und kleine Taschen
Meine Loungesachen & Socken

Dann habe ich mit den Klamotten meines Mannes weitergemacht und hier könnt Ihr den Vorher-Nachhher-Vergleich auch sehen.

Die Tshirtschublade meines Mannes vorher
Tshirts nachher
Die Pullover meines Mannes vorher
Pullis nachher

 

Die Sportsachen meines Mannes vorher
Sportklamotten nachher

Auch die Kommoden meiner drei Kinder habe ich so geordnet. Zur Frage des Zeitaufwandes sei also gesagt, ja am Anfang, wenn man die komplette Garderobe rausnehmen, neufalten und wiederreinlegen muss, kostet das schon Zeit. Aber es lohnt sich diese zu investieren, um Ordnung und Übersichtlichkeit zu erlangen. Man sieht so mit einem Blick z.B. seine gesamten Shirts und kann sich eins aussuchen, ohne rumzuwühlen oder immer dieselben zu tragen, weil sie zufällig oben auf dem Stapel liegen. Und hat man das erstmal hinter sich, dauert das Falten nur minimal länger als vorher. Ich habe vier Wäschekörbe in meiner Waschküche in denen ich die saubere Wäsche nach Raum sortiert (Bad/Küche/Schlafzimmer, Babyzimmer, Kinderzimmer und Schrank) sammle. Wenn einer dieser Körbe langsam voll wird, schnappe ich ihn mir abends und falte die Wäsche beim TV gucken. Das dauert pro vollem Korb vielleicht 30 Minuten und am nächsten Tag räume ich die Wäsche dann ein, was vielleicht zu 5-10 Minuten braucht.

Und ja, die Ordnung hält jetzt seit mehr als 6 Wochen an. Länger als jedes andere Ordnungssystem, dass ich bisher versucht habe. Also definitiv ausprobieren!!!

 

 

 

 

 

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